Aktuell, Neubau, Umbau, Einbau
Alle Projekte
Profil, Referenzen, Vorträge, Ausstellungen, in der Presse, Preise, Lehre, Downloads, Kontakt


Angewandte Innovation Lab, ArchiLab 2002, ars electronica, Baby an Bord, Wien Museum, basis wien, Bucky Ball und Bucky Bud, Bundeskanzleramt, bwin, crystallized cosmos, DIY, fast forward, Figur Skulptur, Sammlung Essl, Future Music Blender HdM, Gorufu Renshujo, i:spy, Latent Utopias, Steirischer Herbst , Lebt und Arbeitet in Wien II, Mozart Pavillion, MQ Projektor, Nachbarin, One in a Million, signs of trouble, Sinalco Epoche, Wien Museum, soft seating, stealing eyeballs, superheated ice, SWA Shop, tags HdM, taste it, Uhrenmuseum, Weingut Heinrich Publikumsräume, Weingut Weninger Horitschon, Wittmann , Wutzler




propeller z, Einbau
Bucky Ball und Bucky Bud (2001)

 
       
     
 
Die beiden Prototypen Bucky Ball und Bucky Bud sind Resultate einer Versuchsreihe, in der Möglichkeiten und Grenzen der Schichtstoffplatte HPL getestet wurden.
Als Hypothese wurde vermutet, dass das Potential des Materials mit seiner bisher ausschließlich oberflächlichen Anwendung längst nicht ausgeschöpft wird. Die Transformation einer zweidimensionalen Fläche in eine dreidimensionale Kugelform erschien daher als ultimative Herausforderung und dazu angetan, den Beweis für die hohe Variabilität und Intelligenz des Werkstoffs zu führen.

Im Mittelpunkt des Experiments stand das Material selbst und nicht seine bewährte Eignung, fremde Materialerscheinungen zu imitieren. Neben den physikalisch-technischen Eigenschaften waren daher auch die ästhetischen Qualitäten der Schichtstoffplatte Gegenstand der eingehenden Untersuchung.
Der Beweis wurde in Form einer komplexen Kugelabwicklung aus einem Stück geführt, die gleichschenkelige sternförmige Geometrien in abgerundeter Form so kombiniert, dass ein Fragmental-Polyeder entsteht. Die eigens für diese Aufgabe entwickelte geometrische Konfiguration erlaubt die Biegung des Materials und damit die Erzeugung eines Körper dritter Ordnung, der aus einer Oberfläche zweiter Ordnung besteht.
Als eine praktische Anwendung dieses Konstruktionsprinzips wurde ein Sitzmöbel realisiert, das exemplarisch den neuartigen Einsatzbereich des Materials demonstriert.

Der amerikanischen Architekt, Erfinder, Ingenieur, Mathematiker, Poet und Kosmologe Buckminster Fuller hat in seinem visionären, bis heute einflussreichem Werk ähnliche Transformationsprozesse untersucht und realisiert, weshalb beide Objekte seinen Namen tragen.
(Text: Christian Muhr)