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Wutzler (2003)

 
       
 
 
Ausstellungseröffnungen und Events leben von der Öffentlichkeit, die sie anziehen. BesucherInnen aktiv in das Geschehen einzubinden, bildet eines der Geheimnisse, um eine kurzweilige Veranstaltung zu garantieren. Nicht nur das Betrachten der ausgestellten Objekte, sondern die aktive Auseinandersetzung mit Themen und Exponaten (vielleicht sogar in Form des interaktives Spielens) steht dabei im Vordergrund und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Im gegebenen Fall handelt es sich um die Philips AEG Roadshow 2003; ein Happening für jeweils einen Abend an einem besonderen Ort verschiedener Städte. Ort des Geschehens in Wien: das Industriedenkmal St. Marx Rinderhalle 1030 Wien.

Schatten, eine Lichtleere die aus der Symbiose von Licht und Körper entsteht, ist ein faszinierendes Phänomen, das in zwei Formen auftritt, nämlich statisch und dynamisch. Nirgendwo kann dynamischer Schatten besser beobachtet werden, als bei abendlichen Sportveranstaltungen. Mit Hilfe von mehreren Flutlichtanlagen werden Flächen in Dimensionen von Fußballfelder taghell erleuchtet. Dabei entsteht eine Vielzahl von Schatten, deren Intensitäten durch die Ortsveränderungen der Fußballspieler variieren. Es ergeben sich vier oder mehrere Kernschatten, die von anderen Flutlichtanlagen überstrahlt und dadurch aufgehellt werden. Überschneiden sich dann die Schattenflächen von zwei oder mehreren Spielern, wird diese Schnittfläche lichtschwächer und erscheint somit dunkler.

Das Philips AEG Lieferprogramm beinhaltet eine beachtliche Vielzahl von Außenleuchten verschiedener Parameter, wie die beispielsweise speziell für Sportstätten entwickelten Scheinwerfer. In Stadien sind sie meist in Batterieformationen auf Pylonen montiert und wirken aus der Entfernung für den Zuschauer eher klein und zierlich.

Ein 20 Fuß Container wird mit vier Stadionlampen bestückt. Diese Leuchten sind so ausgerichtet, dass sie das in der Raummitte befindliche Spielfeld des Tischfußballtischs wie ein Weltmeisterschaftsstadion beleuchten. Die Innenwände des Containers sind dunkel verkleidet, um den Effekt des hellerleuchteten Tischfußballtischs noch zu verstärken.

Jeweils zwei Spieler pro Seite dirigieren die 11 kurzbeinigen drehbaren Figuren. Fällt ein Tor, werden Sprechchöre ausgelöst. Aber auch anspornende Stadiongesänge sind im Container erlebbar, denn druckempfindliche Sensoren sind an den Wänden und an den Toren ange-bracht und lösen bei Ballberührung auf Soundchips gespeicherte Geräusche aus. Ein gut dimensionierte Surround Audioverstärkeranlage lässt die Spieler eine Stadionatmosphäre im Container verspüren.