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propeller z, Einbau
Baby an Bord, Wien Museum (Wien 4./A, 2007)

 
       
 
 
Die Reduktion auf ein Wesentliches beherrscht das Gestaltungskonzept der Ausstellungsarchitektur BABY AN BORD. Mit genügend Selbstbewusstsein ausgestattet, dominiert sie den Ausstellungsraum und spannt einen Leitfaden ohne Gefahr zu laufen, den Ausstellungsobjekten (den Kinderwägen) Luft zu nehmen.

Streng chronologisch aufgefädelt bestreiten 42 Teilnehmer auf Rädern einen Dauerlauf durch zwei Jahrhunderte Kinderwagengeschichte. Austragungsort dieses Wettstreites ist eine dafür maßgeschneiderte Rennbahn, die erhöht und leicht nach außen geneigt die beiden etwas spröd zu bespielenden Ausstellungsräume verklammert. Begleitend säumen Bildtafeln und Objektvitrinen die Außenwände des Hauptraumes und erzählen variantenreiche Geschichten von Produktion, Benutzung und Verkauf der Kinderwagen und deren Alltage bzw. den Umgang dieser in den Gesellschaften vergangenen Epochen. Die Schräge der Rennbahn unterstreicht den thematischen Zusammenhang der Kinderwägen mit den außen liegenden Bildtafeln bzw. Objektvitrinen.

Keine Rennbahn ohne Schikanen: Zwei großformatige Projektionen, Roberts Schabus Ausblick aus der Perspektive eines zeitgenössischen Kinderwagen-passagiers und ein in die Vergangenheit blickender Streifzug durch familiärer Kinderwagenbenutzung bremsen das Geschehen.

Fünf Leitbilder - angebracht an abgehängten Elementen - definieren die Zeitabschnitte der Ausstellung und beschreiben an ihren Rückseiten die Sonderbereiche, wie z.b. die Entwicklung der Räder, Patentschriften und Portraits einiger Österreichischen Kinderwagen-Produzenten.

Noch vor dem Eintritt in den Ausstellungsraum wird der Besucher im Foyer von einem Leitobjekt - ein Kinderwagen mit Chromkotflügeln und Stoßstange aus den 50er Jahre - begrüßt. Dieser Wagen steht lässig auf einem abgeschrägten, langsam rotierenden Drehpodest und erinnert eine KFZ- Ausstellungssituation aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Begleitet wird diese Rotationsshow von Kinderwagen-Filmszenen auf einem am Drehpodest angebrachten Monitor.

Aus Rücksicht auf die Umwelt befindet sich in dieser Ausstellung keine Raum-in-Raumverbauung. Finden sich diese Spanplattenburgen doch nach wenigen Wochen des Ausstellungsbetriebes meist auf den Müllhalden wieder. Außerdem wurde zur Gänze auf eine zusätzliche Oberflächenbeschichtung der Podest- und Vitrinenelemente verzichtet. Diese bestehen aus fabriksfertig durchgefärbten schwarzen MDF (mitteldichete Faserplatte).