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propeller z, Einbau
i:spy (Wien 1./A, 2000)

 
       
 
Zu den zentralen Fragen gegenwärtigen und zukünftigen Wohnens gehört jene nach dem eigentlichen Ort des Wohnens.
Haus, Hof, Wohnung als traditionelle Areale des Wohnens haben zwar nicht ausgedient, aber ihre Grenzen sind unscharf geworden. Die im Ausstellungtitel zitierte Tür ist zwar noch vorhanden, aber es ist längst nicht mehr klar wohin sie sich öffnet und was sie verschließt. Die Welt »draussen vor der Tür« gehört Dank vielfältiger Medientechnologien längst zur Inneneinrichtung, während umgekehrt der medial ausgestattete Bewohner selbst zum »Wohnmobil« mutiert, das überall empfangsbereit und damit nicht mehr dauerhaft lokalisierbar ist.
Nicht nur technologische sondern auch soziologische und kulturelle Veränderungen haben unsere Begriffe von »privat« und »öffentlich« dramatisch verändert und damit völlig neue Anforderungen an zeitgenössische Weisen des Wohnens geschaffen, die in dieser Ausstellung thematisiert werden sollen.

Der Beitrag von propeller z observiert die Türen bzw. Ein-, Aus- und Durchgänge innerhalb des Ausstellungsgeländes über handelsübliche und weitverbreitete Videoüberwachungsanlagen und bündelt die Summe dieser ständigen Beobachtungen zu einer Ausstellung auf Monitoren, die wiederum hinter einer Tür für das Publikum durch einen »Türspion« zugänglich sein wird.Sowohl »real« als auch thematisch fokussiert diese Konzeption die neuralgischen Punkte der Ausstellung an denen die unterschiedlichen Installationen, Interventionen und Präsentationen der übrigen TeilnehmerInnen gemäß des Ausstellungskonzepts plaziert sind und nimmt andererseits die zentrale Problematik des »Wohnens« die Schnittstelle zwischen »innen/ aussen« »privat/ öffentlich« in den Blick.
Zugleich konfrontiert die Installation die BesucherInnen der Ausstellung mit ihren unterschiedlichen Rollen als »Gäste, Passanten, Eindringlinge«, und macht deutlich, welche Konflikte zwischen »Tür und Angel« verhandelt werden.
(Text: Christian Muhr)